Herx, herx, herx,

Krank-150x150 in Herx, herx, herx,Nein, ich habe nicht genießt und es handelt sich auch um keinen neuen Zauberspruch für ein neues Buch. Herx ist die Abkürzung für Jarisch-Herxheimer-Reaktion oder auch nur Herxheimer Reaktion genannt. Dabei handelt es sich um eine Reaktion des Körpers auf Bakteriengifte, die durch den Zerfall von vielen Erregern, bedingt durch therapeutische Maßnahmen, entstehen. Meist hält es nur wenige Tage an, Betroffene wissen, dass es auch über Wochen gehen kann. Im Grunde ist es eine Erstverschlimmerung, die vor der (hoffentlichen) Verbesserung des körperlichen Zustandes auftritt. Warum ich das schreibe? Weil ich vor kurzem auch wieder einige Wochen darunter litt. Das Vergnügen hatte ich damals durch die Infusionen schon ein Mal. Jetzt war es irgendwie anders, lang anhaltender.

Rückblick

In vergangenen Artikeln habe ich bereits darüber berichtet, dass ich meine Ernährung umgestellt habe. Das allein reicht natürlich nicht aus, um die Borrelien loszuwerden. Ende Mai begann ich mit der Einnahme der Karden-Tinktur. Ich hielt aber nur zwei Monate durch. Natürlich wusste ich, dass es seine Zeit braucht, bis eine Besserung eintritt. Ich vermutete sogar, dass ich ein bisschen geherxt habe, da es mir nach einer Weile schlechter ging. Allerdings hatte ich zuvor gelesen, dass die Karde nur gegen Borreliose und nicht gegen eventuelle Co-Infektionen hilft. Ich weiß nicht, ob sich noch andere unerwünschte Mitbewohner in mir ausgebreitet haben, damals wurden nämlich noch andere entdeckt. Die waren zwar durch die Antibiotikabehandlung verschwunden, aber wer weiß, ob sie nicht wieder eingezogen sind.

Meine eigene Therapie

Also habe ich weiter recherchiert und bin auf einige andere Therapieansätze gestoßen. Ich haderte wirklich eine Weile mit mir, was ich versuchen sollte und was lieber lassen. Zu jeder Maßnahme gibt es auf der einen Seite eine Menge Befürworter, einige sind darunter, denen es sogar dadurch besser geht, die sogar geheilt sind. Auf der anderen Seite sind die Gegner, die einem klipp und klar die Gefahren unter die Nase reiben. Bei manchen Risiken musste auch ich schlucken. Aber ganz ehrlich? Was habe ich zu verlieren? Die Gesundheit? So wie ich mich im Moment fühle, würde ich mich nicht als gesund bezeichnen.

Kolloidales Silber und Zeolith

Zunächst habe ich mir Zeolith und Kolloidales Silber bestellt. Bevor ich das Silber begann zu trinken, nahm ich zunächst zwei Wochen lang das Zeolith morgens und abends ein. Es soll Schadstoffe/Gifte binden und ausscheiden, sodass die Beschwerden (Erstverschlimmerung) gedämpft werden. Vor dem Silber hatte ich wirklich Respekt. Ich las von der Argyrie, was nichts anderes bedeutet als eine grau-bläuliche Verfärbung der Haut, die nie wieder verschwindet. Das schreckte mich schon etwas ab, aber dann entdeckte ich, dass dies nur bei großen Mengen vorkommen könnte. So viel würde ich davon niemals einnehmen, selbst die Empfehlung von anderen, die ihre Borrelien mit dem Silber erfolgreich bekämpft haben, ist mir zu viel. Ich nehme gerade mal zehn Prozent davon ein. Ob es hilft? Keine Ahnung! Ein paar Zweifel habe ich schon, ob ich so die Borreliose loswerden kann. Am Anfang merkte ich nichts, erst nach ungefähr vier Wochen ging es mir schlechter. Zuerst dachte ich an einen Schub, der alle vier Wochen auftritt, immer dann, wenn die Borrelien sich teilen. Aber es war anders, irgendwie schlimmer. Ich war kaputter, hatte größere Schmerzen und das Ganze dauerte auch noch länger als sonst. Normalerweise ist bei mir ein Schub nach spätestens fünf Tagen vorbei. Dieses Mal dauerte es fast drei Wochen, bis es besser wurde. Ich wusste, dass es sich um Herx handelte, das kann auch Wochen nach dem Therapiebeginn auftauchen.

Salz und Vitamin C

Da ich immer noch skeptisch war, wollte ich noch einen zweiten Therapieansatz einbauen und versuchte es mit Salz (Meersalz ohne Jod) und Vitamin C. Man löst von beiden jeweils pro Kilogramm Körpergewicht 0,17 g in einem halben Liter Wasser auf und trinkt das Schluckweise über den Tag verteilt. Nach jedem Schluck trinkt man noch ordentlich Wasser oder Tee hinterher. Die Therapieform ist sehr günstig und scheint schon vielen geholfen zu haben. Auch hier gibt es Kritiker, die der Meinung sind, dass zu viel Salz den Nieren schaden kann. Natürlich ist das möglich, jetzt kommt mein Aber. Auf mich beziehungsweise mein Körpergewicht trifft dies eher nicht zu. Wenn ich mich den ganzen Tag von Fertiggerichten ernähren würde, dazu zählt übrigens auch Brot und Wurst, würde ich mindestens genauso viel Salz zu mir nehmen, mit dem Unterschied, dass es sich bei den Produkten um Jodsalz handelt. Seit der Nahrungsumstellung ist meine Salzaufnahme so weit zurückgegangen, dass mir das Salz der Therapie nicht schaden sollte.

Die Therapie soll wohl sogar in den USA von Ärzten begleitet werden. Je nach Schwere der Erkrankung wird hier von einer Heilung nach neun bis vierundzwanzig Monaten gesprochen. Abschreckend ist die Tatsache, dass es hier im Vier-Wochen-Rhythmus zu heftigen Schüben (manche reden hier auch von Herx) kommen kann. Bei einigen treten die Schübe auch im Dreimonatszyklus auf. Ich bin nun in der neunten Woche und habe bis jetzt noch keine Verschlimmerung spüren können. Entweder liegt es an der gleichzeitigen Einnahme von Zeolith und dem Silber, oder daran, dass ich in den ersten vier Wochen die Menge ganz langsam gesteigert habe, um zu schauen, ob und wie ich es vertrage. Natürlich kann ich auch zu der Gruppe gehören bei denen es alle drei Monate schlimmer wird.

Wie immer gilt der Hinweis: Dieser Artikel soll keinesfalls einen Arztbesuch ersetzen und ist auch nicht zur Nachahmung gedacht!
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