Die ersten sechs Monate sind fast geschafft

WolkenamHimmel-150x150 in Die ersten sechs Monate sind fast geschafftNun möchte ich auch auf diesem Blog mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Die anderen Blogs befülle ich mehr oder weniger regelmäßig. Nur dieser hier kommt immer etwas zu kurz. Zum einen liegt es an der Schreibpause, die ich gerade mache (obwohl ich im Dezember mal wieder etwas geschrieben habe …) da gibt es nichts über das Schreiben zu berichten. Zum anderen möchte ich auch nicht ständig über die Borreliose reden. Ich denke, dass es meine Mitmenschen schon ziemlich nervt, weil es für einen Nichtbetroffenen kaum nachvollziehbar ist, er eben nichts sieht. Vor meiner Erkrankung hätte ich mir das auch nie vorstellen können. Wenn man aber betroffen ist, wird das alles zum Alltag, man muss damit zurechtkommen. Und während der Schübe ist es besonders schlimm, ununterbrochen ist man mit der Borreliose konfrontiert.

Was ist in den letzten Monaten passiert?

Als ich den letzten Artikel geschrieben hatte, waren gerade knapp zwei Monate vergangen. Zu dem Zeitpunkt merkte ich kaum einen Unterschied. Im Gegenteil zwischendurch fühlte ich mich mental besser, diese permanente Müdigkeit war zeitweise weg. Das änderte sich nach drei Monaten schlagartig. Der Schub, der dann kam, hatte es echt in sich, er hielt fast vier Wochen an. Die Symptome wechselten sich ab. Teilweise war es so schlimm, dass ich sogar ans Abbrechen dachte. Ich musste mich selbst motivieren und mir einreden, dass ich es schaffe. Das klappte nur, weil ich vorher schon etliche Erfahrungsberichte gelesen hatte, sie ähnelten sich alle in der Heftigkeit der Schübe bzw. Herxe bei der Therapie. Ich glaube ja, dass es noch wesentlich schlimmer wäre, wenn ich das Ganze nicht durch das Zeolith und das Silber entschärfen würde … Irgendwann war alles weg und es »normalisierte« sich. Dann ging es wieder eine Weile gut, so gut eben wie es unter den Umständen sein kann. Zwischendurch hatte ich noch zwei leichte Schübe. Und nun sind insgesamt fast sechs Monate vergangen, in denen ich die Therapie schon mache.

Wie sieht es heute aus?

Am Sonntag sind es sechs Monate, ich rechnete frühstens zu dem Zeitpunkt mit einem neuen Schub, aber er kam schon etwas eher. Bereits am vergangenen Samstagabend merkte ich, dass sich etwas tut. Nachdem ich am Sonntag mit migräneartigen Kopfschmerzen aufwachte, die trotz der Einnahme von Tabletten erst am Abend verschwanden, war ich sicher, den nächsten heftigeren Schub zu bekommen. Und damit lag ich richtig. Seitdem geben sich die Symptome die Klinke in die Hand. Am schlimmsten ist für mich diese permanente Müdigkeit, die es mir echt schwer macht, etwas zu tun. Ich muss mich regelrecht zwingen, dass ich etwas Sinnvolles mache, statt nur rumzusitzen. Trotz Müdigkeit fällt mir das Einschlafen im Moment wieder schwer. Auch die Taubheitsgefühle in den Beinen und Armen machen mir etwas zu schaffen. Den Sport habe ich seit dem letzten großen Schub schon reduziert. Seitdem lasse ich das Cardiotraining weg und mache nur noch Krafttraining. Und das ist an manchen Tagen schon eine Herausforderung, wenn man gerade Hanteln in den Händen hat und plötzlich ein stechender Schmerz in der Hand auftritt, muss man echt aufpassen, dass man sich das schwere Teil nicht auf den Fuß fallen lässt. Das volle Programm mache ich erst wieder, wenn es dauerhaft spürbar besser wird. Keine Ahnung, wie lange dieser Schub dauert, ich weiß nur, dass ich durchhalten will und meine bisherigen Bemühungen nicht für die Katz sind. Die Hoffnung, irgendwann komplett beschwerdefrei zu sein lebt noch.

Was gibt es sonst Neues?

Nach wie vor blogge ich regelmäßig. Auch das Häkeln ist Teil meines Alltags, damit vergeht so ein Tag schneller. Das hilft besonders, wenn es mir nicht so gut geht. Mittlerweile habe ich auch das Stricken wieder für mich entdeckt. Die Schreibpause wird wohl noch weiter anhalten. Größere Projekte sind im Moment nicht drin. Ich schaffe es noch nicht mal, meinen Erstling zu lesen, damit ich ihn wieder veröffentlichen kann. Den Vertrag mit Bod habe ich nämlich zum Ablauf im Dezember gekündigt. Seitdem gibt es das Buch nicht mehr zu kaufen, höchstens noch ein paar Restbestände als Print. Aber als eBook ist es momentan nirgendwo erhältlich. Mal sehen, wie und vor allem wann es da weitergeht. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. Meine Autorenseite auf Facebook habe ich übrigens Ende des letzten Jahres auch gelöscht. Es hat für mich keinen Sinn mehr gemacht, eine Seite zu pflegen, die kaum von jemandem gesehen wird. Die Energie lässt sich sinnvoller einsetzen.
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