Das Leben mit Borreliose

Ploetzlich Ist Alles-anders-150x150 in Das Leben mit BorrelioseIch habe eine Weile überlegt, ob ich diesen Artikel wirklich schreiben soll. Wer mich kennt, weiß, dass ich vieles mit mir selbst ausmache. In der heutigen Zeit interessieren sich die meisten Menschen eh nur für sich selbst. Und gerade bei so einem heiklen Thema wie Borreliose können sich Nichtbetroffene gar nicht vorstellen, wie es ist, mit so einer Krankheit klarzukommen. Da es aber ganz viele gibt, die ein ähnliches Schicksal haben, habe ich mich damals schon entschlossen, meinen Erstling „Plötzlich ist alles anders – Das unbekannte Ich“ zu veröffentlichen, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Warum sollte ich also jetzt nicht darüber berichten, wie es bei mir aktuell steht?

Die Symptome sind zurück

Vor knapp zwei Jahren hatte ich meinen Erstling zuletzt überarbeitet. Damals hatten sich die Werte verbessert und die Beschwerden waren nahezu verschwunden, dass ich davon ausging, in Kürze wieder gesund zu werden. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich die Antibiotika nach einer fünfjährigen Einnahme eigenmächtig abgesetzt. Zum einen war ich der Meinung, genug Medikamente geschluckt zu haben und zum anderen ist mein Vertrauen zum behandelnden Arzt etwas geschrumpft, da ich zum dritten Mal etwas verschrieben bekam, von dem es mir schlechter ging. Bei den letzten Pillen hörte es aber nicht nach der Einnahme auf, ich brauchte einige Monate um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen … Vor einigen Wochen bemerkte ich, wie sich still und heimlich die ersten Beschwerden der Borreliose wieder zeigten. Es fing mit einem kleinen Stechen hier und da in den Fingern an, später folgten Gelenk- und Rückenschmerzen. Die Sehstörungen und die Müdigkeit ließen auch nicht lange auf sich warten. Nach und nach kamen immer mehr Symptome zurück.

Ein neuer Kampf

Mein erster Gedanke war, ich müsste von vorn anfangen, wieder etliche Infusionen über mich ergehen lassen und dann monatelang Antibiotika nehmen. Aber dann dachte ich mir, wenn die Borrelien sich so lange vor der Chemie, die ich meinem Körper täglich zuführte, verstecken konnten, werden sie es wieder tun. Mir wird es nur wieder so lange gut gehen, wie ich die Tabletten nehme. Sobald ich sie absetze, werden die kleinen Biester wieder hervor kommen und eine Party in meinem Körper feiern. Also muss eine andere Lösung her. Ich recherchierte tagelang, wie ich es ohne Pillen schaffen kann, die Borrelien auszurotten und stieß auf interessante Informationen, wie man die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren kann. Dabei spielt die Ernährungsweise eine wichtige Rolle.

In den letzten Jahren ernährte ich mich schon ziemlich gesund, ließ Zucker und Weißmehl weg, versuchte mich in Richtung Low Carb zu ernähren. Hin und wieder gab es aber auch mal Kohlenhydrate. Diese Form der Ernährung scheint nicht zu reichen, damit es mir besser geht. Mittlerweile bin ich so weit, dass mir die Werte egal sind, mir muss niemand attestieren, dass ich gesund bin. Ich will einfach nur meine Lebensqualität verbessern und dafür werde ich weiter kämpfen. Aus dem Grund habe ich mich entschieden, es jetzt so, auf natürliche Weise zu versuchen. Seit einigen Tagen habe ich nun meine Ernährung ein weiteres Mal umgestellt und hoffe damit etwas zu bewirken. Was bei mir jetzt alles auf den Tisch kommt? Darüber werde ich einen separaten Artikel verfassen. Außerdem wird es irgendwann einen zweiten Teil zu „Plötzlich ist alles anders“ geben. Erst wollte ich meinen Erstling ein weiteres Mal überarbeiten, aber ich finde das irgendwie nicht so gut für diejenigen, die das Buch schon gelesen haben.

Hinweis: Dieser und andere von mir erstellten Artikel zum Thema Borreliose ersetzen keinesfalls einen Arztbesuch und sind nicht zum Nachahmen gedacht!!! Es handelt sich hierbei um meine Erfahrungen und meine Entscheidungen! Bei jeglichen Beschwerden sollte immer ein Arzt aufgesucht werden!

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